Karsten Willemer

Die Vorfahren der Familie Willemer lassen sich bis in 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu ihnen gehören Angehörige altmärkischer Adelshäuser und Braunschweiger Bürgerfamilien.

Im 16. Jahrhundert wird der Familienname Willemer erstmals erwähnt. Der Ursprung der Familie Willemer liegt wohl im fränkischen Dittenheim. Im 17. Jahrhundert siedelt sich Leonhard Willemer als „Bürger und Bäckermeister“ in Frankfurt a. M. an. Seine beiden ältesten Söhne ergreifen den Beruf des Pfarrers. Der Älteste, Johann Philipp, begründet die Frankfurter Linie der Willemers während Johann Helfrich nach Achim bei Bremen geht und so zum Stammvater der beiden norddeutschen Willemer-Zweige (Stade und Ludwigslust) wird. Seine Nachfahren verbinden sich mit den Familien, die hier nachfolgend dargestellt werden.

Sandersleben

Zu den ältesten nachweisbaren Ahnen gehört Johann von Sandersleben zu Latzke (bzw. Saatzke), der von 1371 – 1377 zum Gefolge des Bischofs zu Brandenburg gehörte und 1409 Latzke verlor.[1]

Johann von Sandersleben hat 20 Generationen vor mir gelebt.

Sandersleben ist laut wikipedia (Stand 10. 6. 2016) „der Name eines alten ursprünglich altmärkischen Adelsgeschlechts aus dem Erzbistum Magdeburg.“

Zur Herkunft der Familie heißt es dort unter anderem:

„Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1277 mit Theodericus de Santersleve als Besitzer einer Curia in Neuhaldensleben. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt 1415 mit Fricke Santersleve in Neuhaldensleben. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts gehört die Familie zum Adel, nach einem Entscheid der sächsischen Stiftung für Familienforschung für das sächsische Adelsbuch vom 6. Juli 1926. Bis 1670 schrieb sich die Familie von Santersleben.

Namen gebendes Stammhaus war das Dorf Santersleben, heute Groß Santersleben, ein Ortsteil der Gemeinde Hohe Börde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Die Ortschaft erscheint bereits im Jahre 1013 erstmals urkundlich. Die Herren von Sandersleben werden ab 1291 als Besitzer der Ortschaft erwähnt sowie 1321 und 1409 als Besitzer zu Saatzke bei Gardelegen.“

Der erwähnte Fricke von Sandersleben ist nach anderer Quelle der Sohn von Johann[2]. Bei wikipedia wird der Fortgang der Familiengeschichte so beschrieben:

„Die Söhne des Stammvaters Fricke († 1447), Fricke II. und Hans, begründeten zwei Linien. 1455 wurden die Brüder vom Erzbischof von Magdeburg mit den Sanderslebener Gütern belehnt. Hans starb um 1486. Seine Linie erlosch mit dem Tod seines jüngsten Sohnes Thomas, Kanonikus zur Kirche Unser Lieben Frauen zu Halberstadt um 1535.[5]

Fricke II. († 1463) hinterließ zwei Söhne Fricke III. und Barthold. Beide gingen nach Magdeburg und wurden 1464, nach dem Tod ihres Vaters und ihres Vetters, mit den väterlichen Gütern von Erzbischof Friedrich zur gesamten Hand belehnt. Fricke III. († um 1487) hatte einen Sohn, Fricke IV., der noch 1487 unter den Mitbelehnten, später aber nicht mehr, genannt wird. Er starb vermutlich unverheiratet bzw. ohne Nachkommenschaft. Barthold, der jüngere Bruder von Fricke III., war noch 1479 in Magdeburg sesshaft. Er heiratete eine Tochter aus der Adelsfamilie von dem Knesebeck aus dem Haus Tylsen und verstarb um 1486. Seine Söhne Fricke V. und Hans wurden 1487 von Erzbischof Ernst an den Sanderslebener Gütern mit beliehen. Beide bekamen aber erst nach dem Tod ihrer Vettern alle Sanderslebenschen Güter zu Neuhaldensleben wieder in ihren Besitz.“

Im Weiteren erwähnt wikipedia die Nachkommen von Hans von Sandersleben (gest. um 1535), auf den die heutigen Träger des Namens von Sandersleben zurückgehen.

Mein Vorfahr war sein Bruder Fricke V. von Sanderslaben (gest. um 1538). Er hatte einen Sohn Barthold (gest. um 1543), der eine Tochter aus der Familie von Klötze heiratete.[3] Ihre gemeinsame Tochter Margarete von Sandersleben (geb. 1528, gest. 1598) heiratete Joachim Falcke (Falco) (geb. 1519, gest. 17. 1. 1590), der „24 Jahre lang Bürgermeister zu Gardelegen“ war.[4]

Dessen Ururenkelin Anna Maria Falke heiratete den Ratsherrn zu Seehausen (Altmark) Johann Ebel.[5] Die beiden hatten einen Sohn, der ebenfalls Johann Ebel hieß (geb. 16. 9. 1670, gest. 17. 6. 1738) und Pastor wurde. Er gehört zur dritten Generation von Pastoren in meiner Familie, zu der auch Johann Helfrich Willemer d.Ä. , sein Bruder Johann Philipp Willemer, Johann Justus Brasen und Justus (Jost) Hugo Stedingk gehören.[6]

Johann Ebel d.J. und Johann Helfrich Willemer d.Ä. waren die Großväter von Pastor Johann Helfreich Willemer, geb. 13. 5. 1724 in Achim, gest. 26. 3. 1796 in Oberndorf, dem ersten Willemer, der gleichzeitig ein Nachfahre von Johann von Sandersleben war.


[1] Ahnentafel Geschwister Willemer, S. 10.

[2] Ahnentafel Geschwister Willemer, S. 10.

[3] Ahnentafel Geschwister Willemer, S.9.

[4] Ahnentafel Geschwister Willemer, S.9. Bereits der Vater und Großvater waren dort Bürgermeister gewesen.

[5] Ahnentafel Geschwister Willemer, S.7.

[6] Die erste Generation bilden Magister Johann Thomas, gest. 17. 8. 1625, verheiratet mit Margarete geb. Gerlach, seit 21.2.1616 Pfarrer zu Frankfurt am Main, und Magister Theodorus Stedingk, geb. 24.05.1582 (Himmelfahrt) in Wunstorf, gest. 27.01.1653 in Hessisch Oldendorf. Pastor zu Hessisch Oldendorf und Superintendent des Amtes Schaumburg. In der zweiten Generation ist nur Magister Theodorus (Dietrich) Stedingk d.J. bekannt, get. 1.6.1625 in Hessisch Oldendorf, gest. 27. 5.1700 ebd., verh. mit Anna Maria Grote.